Bevor wir jetzt aufgrund des 3:3 in Fischbach zu sehr ins Jubeln geraten, möchte ich an dieser Stelle klar betonen, dass die Erste über weite Strecken des Spiels leider wieder ihr berüchtigtes Auswärtsgesicht zeigte. Letztendlich bäumten wir uns gegen die Niederlage auf und kamen zu einem glücklichen Auswärtspunkt bei einem direkten Konkurrenten.
Das Spiel begann mittelprächtig. Der TuS legte direkt den Vorwärtsgang ein und verzeichnete kleinere Halbchancen, vieles blieb aber Stückwerk oder im Ansatz stecken. Fischbach versuchte sich über Umschaltsituationen, die immer wieder gezielt auf den unermüdlichen Lars Weinmann gespielt wurden. Eine dieser Aktionen über die rechte Außenbahn führte in der 20. Spielminute zum 1:0. Unmittelbar danach stellte unser Trainer taktisch um. Ab diesem Zeitpunkt war Lars Weinmann mehr unter Kontrolle, das gesamte Spiel unseres Teams wurde allerdings noch zerfahrener als es vorher bereits war. Eine echte Struktur war nicht erkennbar, die Mannschaft war gegenüber dem vergangenen Wochenende nicht wiederzuerkennen. Da auch Fischbach unsere Schwäche nicht konsequent ausnutzen konnte, blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim Spielstand von 1:0.
Nach der Pause kam über den eingewechselten Hamza Bougram frischer Wind in unser Spiel. Dieser setzte sich einige Male aussichtsreich gegen seine Gegenspieler durch. Im gegnerischen Strafraum fehlten allerdings vorerst die Abnehmer. Fischbach stand weiterhin tief, kam über die bereits erwähnten Umschaltmomente nach vorne und hatte damit Erfolg. Ein individueller Fehler unsererseits führte zum Elfmeterpfiff und dem anschließenden 2:0, eine schlechte Staffelung unserer Hintermannschaft zum 3:0 für die Gastgeber. Nach 67. Minuten schien das Spiel gelaufen, zumal unser Team kaum Torgefahr ausstrahlte. Lediglich der unermüdliche Hamza Bougram versetzte auf der linken Seite ein ums andere Mal seine Gegenspieler. Eine Vorarbeit von Inan Reber verwandelte er, nach schönem Einlaufen in den Sechzehner, mit einem gezielten Schuss in den rechten Winkel zum 3:1 in der 77. Spielminute. Ab diesem Zeitpunkt keimte wieder Hoffnung auf. Wo vorher viel Schatten war, kam jetzt immer mehr Licht zum Vorschein. Der TuS drückte aufs Tempo. Und tatsächlich gelang Philipp Wilhelm nur sechs Minuten später der Anschlusstreffer zum 3:2. Freigespielt durch den eingewechselten Saidashraf Khakimov schoss er in zentraler Position im Stile eines Mittelstürmers ein. Und wiederum fünf Minuten später sollte es noch besser kommen. Nach schöner Kombination über Hamza Bougram und Pierre Fautse, kam der ebenfalls eingewechselte Bilal Ghani, ebenfalls in zentraler Position im Strafraum, zum Abschluss und verwandelte den Fischbacher Sportplatz durch den Ausgleichstreffer in eine rotweiße Jubeltraube. Gegen Ende des Spiels versuchten sich beide Mannschaften noch am Lucky Punch. Fischbach war diesem mit einem Schuss von der Strafraumkante in den linken Winkel näher. Unser sehr guter Torwart Nedim Talundzic hielt den Punkt für den TuS mit einer tollen Parade fest.
Im Vorfeld hatten wir uns von dem Spiel sicher mehr versprochen. Unter dem Strich konnten wir, gemessen am Spielverlauf, mit dem einen Punkt mehr als zufrieden sein. Wie der Ergebnisse auf den anderen Plätzen zeigen, wird das Abstiegsrennen in der Landesliga Süd sehr, sehr eng und der eine Punkt kann in der Endabrechnung noch von großer Bedeutung sein.
#tuseschringen